Porsche Panamera 4S

Porsche Panamera 4S E-Hybrid: Wenn zeitlose Eleganz auf ausgeprägten Sportcharakter trifft.

In der Panamera-Modellreihe gibt es heute keinen eigenständigen 4S mit V8-Motor. Die Sache ist einfacher, als sie aussieht. Die beschriebenen Unterlagen beziehen sich auf die Version 4S E-Hybrid, bei der ein 2,9-Liter-V6-Benziner mit einer elektrischen Einheit zusammenarbeitet – die Verwechslung rührt vermutlich von der Nähe zu den stärkeren Varianten her. Denn der GTS hat einen V8-Biturbo, und die Turbo-E-Hybrid-Versionen kombinieren den Achtzylinder mit dem Hybridantrieb. Es bleibt also die durchaus berechtigte Frage: Nimmt das Fehlen von zwei Zylindern dem 4S tatsächlich das sportliche Temperament, wo doch der elektrifizierte Antrieb starke Leistung mit luxuriösem Komfort vereinen soll?

Porsche Panamera 4S

Die Zahlen sprechen ohne Umschweife. Der Antrieb des 4S E-Hybrid leistet 536 PS und rund 750 Nm, die über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße kommen. So reagiert die große Panamera mit der Schnelligkeit, die man von einem Sportmodell erwartet. Und jetzt wird es interessant. Der GTS bietet 493 PS. Mit der Zylinderzahl allein ist die Sache also nicht entschieden, denn erst auf der Straße zeigt sich, ob hohe Leistung, sichere Karosseriekontrolle und luxuriöser Komfort wirklich harmonieren.

Große viertürige Karosserie, präzise Lenkung, schnelle Reaktionen und sichere Kontrolle, mit dieser Mischung nimmt die Panamera eine besondere Stellung auf dem Markt ein. Völlig zu Recht. Denn der 4S E-Hybrid bewahrt den Komfort einer Luxuslimousine, ohne seinen sportlichen Charakter zu verleugnen, und die Passagiere bezahlen dieses Temperament nicht mit ihrer Bequemlichkeit. Aber Leistung allein muss auf der Straße erst noch Manieren zeigen. Genau diese Balance macht das Modell aus, und als Nächstes muss sie sich bei der Fahrleistung beweisen.

Porsche Panamera 4S

Die Stoppuhr zeigt 3, 3 Sekunden von 0 auf 60 mph, so schnell war die getestete Panamera 4S E-Hybrid. Kurz gesagt, ziemlich flott. Dabei kann sie auch rein elektrisch fahren, weshalb die Vorstellung, ein Hybrid koste grundsätzlich Dynamik, hier etwas blass aussieht. Aber Vorsicht mit den Rechnereien, Fahrleistungen und Charakter hängen von der jeweiligen Ausstattung und dem Markt ab. Im Alltag entscheidet dann oft der Zugang zu einer Steckdose und wie häufig der Fahrer den elektrischen Teil des Antriebs tatsächlich nutzt.

Am Anfang steht die Steckdose. Der Panamera 4S E-Hybrid ist ein Plug-in-Hybrid, und die angegebenen rund 28 Meilen rein elektrischer Reichweite können für entspannte Alltagsfahrten durchaus genügen; in den Unterlagen ist zudem von einem neuen Level-2-Ladegerät für die Plug-in-Version die Rede. Ohne regelmäßiges Laden wird es weniger spannend. Das Zusammenspiel aus V6-Benziner und E-Antrieb bewahrt zwar den sportlich-luxuriösen Charakter des Panamera, doch seine praktische Seite lässt sich dann deutlich schwerer nutzen.

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